Auf dem Weg in eine klimagerechte Zukunft

Am 19. März 2021 rief die Bewegung “Fridays for Future” erneut zum globalen Klimastreik auf. In Leipzig organisierte die Ortsgruppe zusammen mit weiteren Bündnissen und Initiativen verschiedene Aktionen. Auf dem Augustusplatz stand beispielsweise ein symbolisches “Tor in eine klimagerechte Zukunft” neben Infoständen verschiedener Gruppen. In der Dufour- und Harkortstraße ploppte ein Pop-Up-Radweg auf. Und rundherum freuten sich Aktivist*innen über ein kraftvolles Wiedersehen auf der Straße.

Fridays for Videokonferenz

Zwei Jahre Fridays for Future haben sich die Aktivist*innen Luise Steeck und Tom Richter im Januar 2019 sicherlich anders vorgestellt. Als die Bewegung in weltweit – und natürlich auch in Leipzig – startete, machte sie vor allem mit Großdemos und öffentlichen Aktionen auf sich aufmerksam. All das war in den vergangenen zwölf Monaten nur schwer, teilweise gar nicht möglich. Doch die Aktivist*innen geben nicht auf. Schon im Frühjahr 2020 haben sie eine Onlinedemonstration auf die Beine gestellt und zahlreiche digitale Treffen organisiert, berichtet Luise Steeck: “Hier in Leipzig haben wir unsere Struktur überarbeitet, um nach der Pandemie live wieder richtig loszulegen.”

Aufgeben ist keine Option

Für Luise Steeck und Tom Richter war die Pandemie kein Anlass, das Streiken fürs Klima sein zu lassen. Das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen steht ganz oben auf der Agenda der Aktivist*innen. Ihnen ist bewusst, dass selbst dieses eigentliche Minimalziel erkämpft werden muss. Sie wollen mit Fridays For Future weiterhin für öffentlichen Druck sorgen und langfristig für die diversen Aspekte des Klimaschutzes eintreten. “Die Klimakrise ist nicht von heute auf morgen beendet, sondern es zählt auch Klimagerechtigkeit dazu”, sagt Tom Richter, “Dazu zählen Dinge, wie, dass wir hier im globalen Norden im Reichtum leben und Länder im globalen Süden die Folgen von unserem Konsum spüren müssen.”

Der Protest für Klimaschutz geht weiter

Losgelegt wurde am 19. März in der Leipziger Innenstadt auf jeden Fall. Trotz extremer Wetterumschwünge zwischen Sonnenschein, Schneeregen und Hagel versammelten sich Aktivist*innen und Interessierte an den unterschiedlichen Streikpunkten. “Mir gibt es immer Kraft, engagierte Menschen zu treffen”, sagt Tom Richter von der Leipziger Fridays For Future-Ortsgruppe, “Man merkt, dass der Wille da ist, gemeinsam etwas zu verändern.” Mitstreiterin Luise Steeck sieht es ähnlich: “Was motiviert, ist, wenn man sieht, wie viele Menschen hinter dieser Sache stehen, oder wenn man Erfolge sieht, wie die Verhinderung der Abwrackprämie, oder dass das Thema Klima seit zwei Jahren zumindest im öffentlichen Diskurs stattfindet.”

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