What the fuck!

What the fuck! Gleichberechtigung? Gleichheit? Es fängt ja schon mit der Wahrnehmung von Körpern an. Von Verfügbarkeit. Davon, was moralisch ist. Gleichheit?! Was ist denn mit diesen Kerlen, die Frauen als Huren bezeichnen, sich selbst aber alle sexuellen Freiheiten nehmen? Die körperliche Exklusivität erwarten, aber selbst keine Gelegenheit auslassen?

Frau sein heißt für viele oft immer noch, eine limitierte Sexualität zu leben, innerhalb dessen, was als sozial akzeptabel gilt. Sei es die Ehe. Sei es die Beziehung. Sei es das, was das Umfeld als richtig erachtet. Frau sein heißt immer noch von klein auf beigebracht zu bekommen, keine falschen Signale zu senden. Zu lernen, dass zu viel Offenheit, zu viel zur Schau gestellte Weiblichkeit fatale Folgen haben kann. 

Wir lernen, schön sein zu wollen. Wir lernen, Make up zu benutzen und auf Komplimente zu reagieren. Wir lernen zugleich, uns nicht zu freizügig zu kleiden. Wir lernen, dass es moralisches Verhalten gibt. Wir lernen, dass wir gejagte Wesen sind. Wir lernen, immer umsichtig zu sein. Nicht mit Fremden mitzugehen. Und uns erst recht nicht mit den falschen Typen einzulassen. Wir lernen, dass wir eine Mitschuld haben, wenn wir diese Regeln nicht befolgen. Ist das Gleichberechtigung? 

Und die Männer? Was ist mit denen? Da gibt es „die Guten“. Die, die den Abwasch machen und unsere Kämpfe unterstützen. Dafür sehen wir auch über ihre Fehler hinweg. Und es gibt die anderen, die eben Scheißkerle sind. Aber wir haben auch gelernt, dass es die eben gibt. Dass wir nachsichtig sein sollten, mit diesen etwas rückständigen Gestalten. Und dass es unsere Schuld ist, wenn wir ihnen nicht aus dem Weg gehen. Denn Männer sind eben Männer und die Huren sind immer die Frauen? What the fuck!

Dieser Text ist im Rahmen des Projekts MONAliesA macht Medien entstanden. Hier könnt ihr mehr darüber lesen und hören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.