Buchweizenbratlinge

Spätestens mit der Verbreitung des Hamburgers ist das Konzept “Dicke, runde, fluffige, angebratene Proteinscheibe” aus der Ernährung nicht mehr wegzudenken. Im Laufe der Zeit haben sich zur klassischen Hauptzutat (Hackfleisch) recht viele Alternativen hervorgetan. Wer kennt nicht die unzähligen Anrührmischungen aus dem Supermarkt, die als “Bratlinge” vertrieben werden? Und wer hat nicht schon diverse Varianten aus Dinkel, Grünkern, Erbsen oder Kidneybohnen probiert? Der Phantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt. Auch, wenn manches zunächst auf Misstrauen stößt. Wie zum Beispiel Buchweizen. Hier also ein Rezept für leckere Buchweizenbratlinge.

Zugegeben, auch mir ging es so. Buchweizen kannte ich lange Zeit nur in seiner Darreichungsform als “Brei“. Umso weniger konnte ich mir vorstellen, dass ich daraus etwas Bissfestes zubereiten könnte. Aber ich hörte von der Bratlingvariante, probierte sie aus und war begeistert. Mittlerweile sind sie zu meinen Lieblingsbratlingen geworden. Und sie sind sogar grilltauglich 🙂

Für ca. 8 Bratlinge brauchst Du:

Der Buchweizen für die Bratlinge
  • 1 Tasse Buchweizen
  • 1,5 Tassen Wasser
  • 1 Möhre
  • (Buchweizen-) Mehl
  • 1 EL Senf
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Ergänzend wahlweise: Paprikapulver, Knoblauch, Petersilie, Liquid Smoke (Raucharoma; sicher vegan ist nur das ohne Zusatzstoffe)

Vorbereitungen

Du hast schon einmal Reis gekocht? Großartig! Buchweizen verhält sich sehr ähnlich und ist dabei noch genügsamer.. Während als Faustregel für Reis ein Verhältnis von 2 Teilen Wasser zu einem Teil Reis gilt, würde ich bei Buchweizen empfehlen, auf 1 Tasse nur 1,5 Tassen Wasser zu geben. Wenn Du keine Lust hast, den Garvorgang zu beaufsichtigen, kannst Du auch einfach das Wasser im Wasserkocher zum Sprudeln bringen und dann den Buchweizen damit aufgießen und stehen lassen, bis er vollständig gequollen ist. Das dauert dann halt nur etwas länger. Für beide Varianten gilt, dass im Topf kein Wasser mehr stehen und der Buchweizen deutlich aufgegangen sein sollte. Das ist beim Kochen auf mittlerer Hitze nach ca. 10min der Fall.

Zutaten für die Buchweizenbratlinge

Währenddessen kannst du auch schon die Möhre raspeln.. Es muss nicht superfein sein, aber je feiner Du sie raspelst, umso besser lässt sie sich dann in die Bratlingmasse einarbeiten. Auch das ist letztlich eine Frage Deiner Geduld.

Wichtig: Bevor Du die Rohmasse weiter verarbeitest, überprüfe auf jeden Fall, ob sie schon ausreichend abgekühlt ist. Mit mir ist mal der Enthusiasmus durchgegangen und ich habe mir übelst die Pfoten verbrannt. Nicht nachmachen!

Zubereitung

Wenn der Buchweizen gegart (und abgekühlt!!!11elf) ist, gib in einer großen Schüssel die Möhre dazu. Falls gewünscht und zur Hand, kannst Du jetzt noch ein Ei zum Binden hinzugeben, es ist aber absolut nicht notwendig. Nicht verzichten solltest Du auf den Esslöffel Senf, der für eine gewisse Grundwürze sorgt, die Du dann mit Salz und Pfeffer abrundest. Sei dabei nicht zu zaghaft, in der weiteren Verarbeitung verliert die Masse noch etwas an Geschmacksintensität. Zusätzlich presse ich ganz gerne noch eine Knoblauchzehe hinein, gebe etwas gehackte Petersilie hinzu, streue Paprikapulver drauf und spendiere dem Ganzen noch einen guten Schuss Liquid Smoke für das schön rauchige Aroma.

Ist alles beisammen, kannst Du Dich daran machen, alles zu vermengen. Nach und nach gibst Du etwas von dem Mehl hinzu. Solange, bis die Masse eine Konsistenz erreicht hat, der Du zutraust, beim Anbraten/Grillen nicht auseinanderzufallen. 

Nun kannst Du so langsam schon mal etwas Öl in der Pfanne heiß werden lassen und Dich dann ans Formen der Bratlinge machen. Je nachdem, wie kross oder fluffig Du sie haben magst, machst Du sie entweder dicker und kugeliger oder eben dünner. Einfach eine kleine handvoll der Masse mit beiden Händen formen und bereitlegen. Du wirst schon Deine Idealgröße finden. Wenn Du die Ganze Masse in Form gebracht hast, kannst Du Deine Rohlinge in Bratlinge verwandeln: Einfach in die Pfanne geben und von beiden Seiten bis zum gewünschten Bräunungsgrad anbraten.

Gerade weil es so einfach und ergiebig ist, lohnt es sich, das Rezept immer mal wieder abzuwandeln. Wie wäre es beispielsweise mal mit angebratenen Zwiebeln? Vielleicht ein paar Blättchen Koriander? Oder etwas (Soja-)Joghurt? Sei kreativ und scheue Dich nicht, etwas Neues auszuprobieren 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.